Was bedeutet Karma?

“Karma ist doof…”

 

Laut Wikipedia:

Karma (n., Sanskrit: „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.

Unsere Seelen wurden allesamt aus dem selben Urquell geboren, aus Licht und Liebe. Eine genauere Beschreibung findet ihr in meinem Artikel über Zwillings Seelen (Teil 1: Wie deine Seele geboren wird).

Wenn wir also auf die Erde inkarnieren, um uns im materiellen Leben der Dualitäten selbst zu finden und alle Aspekte, die es zu leben gibt auch leben dürfen, dann erlebt jeder in jedem Leben nicht nur Gutes, sondern dementsprechen auch Schlechtes (wegen der Dualität).

Oftmals lebt man Leben, in dem man selbst anderen Lebewesen Schlimmes antut (ein erschreckender Gedanke, aber wie soll man denn Liebe, Vertrauen und Geborgenheit fühlen und anderen schenken können, wenn man das Gegenteil nicht selbst von allen Seite erlebt hat?). Oder man erlebt selbst Schlimmes, gar Traumatisches.

Ist es etwas, was die Seele nicht einfach so annehmen kann und so erschreckt darüber ist, dass es nicht heilt und sich lieber davor versteckt, blockiert, abschottet, anderen die Schuld daran gibt und deswegen ihr eigenes Licht nicht mehr strahlen lässt, dann kann es, als Karma, bei der nächsten Inkarnation haften bleiben (am Energiekörper, die Aura).

Man kann sich das wie eine Geschichte bildlich vorstellen: Deine Seele möchte gerne als nächstes Thema die Emotion” Verzeihen” angehen. Das bedeutet, dass man in ein Leben inkarniert, in dem man nun diese Emotion in allen Facetten leben darf. Du erlebst etwas “Unverzeihliches” (Schmerzen, Übergriffe, Mord, Unfälle…), du bewirkst etwas “Unverzeihliches” und kanns dir Selbst nicht verzeihen… Von allen Seiten wird diese Emotion nun gelebt und gefühlt. Hast du es geschafft, dich im Verzeihen zu üben, dich darin zu erkennen und zu stärken (sowohl dir Selbst, als auch Anderen), dann ist diese Emotion in dir integriert. Du bist ein Teil dieses Gefühls und lebst sie mit einer absoluten Selbstverständlichkeit. Schaffst du es nicht, dieses Gefühl als ein Teil deines SEINS zu erleben, dann haftet das Nicht-Verzeihen-können an deiner Aura. Manche Menschen sind sehr tief in der Selbstschuld gefangen, Andere sind verbittert oder suchen die Schuld immer beim Gegenüber…. Die Facette ist riesig.

Ein weiteres Beispiel könnten die Emotionen bei Verlust sein.

Einige fragen sich, warum der Eine mit Trauer und Tod so locker umgehen kann und der Andere solche Schwierigkeiten hat Familienmitglieder, Freunde und seine Hautiere gehen zu lassen. Ja, der Erstere hat diese Thematik  schon verarbeitet und hat sich dem Verlust, der Trauer und des Gefühls der Einsamkeit schon gewidmet und verarbeitet. Diese Menschen werden auch nicht mehr so oft in ihrem Leben damit konfrontiert.  Der Zweite durchlebt diese vielleicht durch mehrere Leben hindurch. Gerät immer wieder in die Situationen Abschied nehmen zu müssen von geliebten Menschen. Bis man im Laufe seiner Inkarnationen das Thema Verlust voll gelebt und geheilt hat. Man hat es als Teil einer natürlichen Entwicklung angenommen.

Das bedeutet nicht, dass man nun emotionslos beim nächsten Todensfall das Geschehen betrachtet. Ganz und gar nicht… Man empfindet nach wie vor Trauer, Wut, Erschöpfung, Zweifel, usw… Aber danach auch wieder die Liebe. Ganz viel Liebe für die Seele, die gehen musste.

Hat man das Karma verarbeitet, kommt aus dem Verlustgefühl schneller wieder raus und fängt sich eher.

Dann kommt im nächsten Leben die nächste Emotion dran… lass es vielleicht das Thema “Friede” sein.

Genau das ist der Weg, der “Selbstliebe” genannt wird. Man bleibt in seiner Liebe, obwohl man all die Dinge erlebt, die einen auf die “andere Seite” ziehen wollen (Star Wars like…)

Das kann sich natürlich einige Leben lang hinziehen, je nachdem wie bewusst man sich den Emotionen hingibt oder wie sehr man in seinen Blockaden verweilt und sich hemmen lässt.

Aber das genau ist auch der Grund, warum nicht jeder Mensch gleich auf Situationen reagiert. Für den Einen ist es ganz normal immer das Positive am Gegenüber zu sehen oder das Gute aus schlechten Situationen zu ziehen und für die Anderen ist es ein Riesendrama und total Unverständlich. Nicht jeder macht in den Leben dieselben Thematiken durch.

Wie wunderbar ist doch diese Vielfalt im Leben 🙂

Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass man Helfer an seine Seite gestellt bekommt, die immerwährend die passenden Impulse an uns senden, damit wir erkennen dürfen und heilen können (auch dieser Artikel kann ein solcher Impuls sein für diejenigen, die sich gerade sehr angesprochen und berührt fühlen).

Fast jeder kennt den Spruch: “Pass auf, das ist schlecht fürs Karma”.

Karma ist also eine Tat, deren Wirkung Konsequenzen hat. Schafft man es, sich in diesem Leben mit diesen Konsequenzen auseinander zu setzten und sie zu bearbeiten, dann bleibt auch nichts am Energiekörper haften, außer die Emotionen, die man durch diese Heilung erleben durfte, wie Dankbarkeit, Demut, Freude, Liebe…

Also das, was da an ungelösten Emotionen an einem haftet, nennt man Karma.

Nun leben wir aber in einer Zeitepoche, in der die Heilung und Auflösung (Transformation) sehr schnell geht. Alles was man dazu tun muss, ist sich seinen Gefühlen bewusst zu sein. Erkennen, benennen und, wenns klappt, dem Ursprung auf den Grund gehen.

Hat man das geschafft, wird man noch ein oder zweimal in diese Rolle gedrängt. Es poppen Lebens Situationen auf (entweder indem man etwas erlebt oder auch als Erinnerungen, die man einfach nicht loswird), in denen man beweisen kann, was man denn schon gelernt hat. Man wird also nochmal “geprüft” (erinnert euch…auch diese Prüfungen sind von euch selbst gewollt und geplant). Wie reagiert man jetzt? Wieder im altbekannten Verhaltensmuster oder kann man diesmal liebevoll handeln und in seinem Gefühl der Selbstliebe bleiben. Denn es geht um nichts anderes als um die Liebe. Die Liebe zu sich selbst, die Liebe zu anderen Mitmenschen, die Liebe zu Tieren und zur Natur… und auch zur Erde, denn sie hat auch eine Seele (Gaia).

Diese Emotion wird immermal wieder im Leben auftauchen, doch irgendwann kann es passieren, dass man sie nicht mal mehr bemerkt. Denn dann ist sie geheilt. Wie eine Wunde, die man irgendwann nur noch als Narbe sieht.

So darf man Punkt für Punkt angehen in seinem Leben. Karmische Themen wird es immer geben, solange wir in dieser Welt der Dualität inkarnieren.

Ziel ist es, dass irgendwann alle Seelen auf dieser Erde alle Emotionen geheilt haben, um in reiner Liebe zu leben. Das wird mit Sicherheit noch einige Zeit dauern, aber wir sind alle auf einem guten Weg dahin.

Vielleicht denken sich so manche von euch, wie weltfremd das doch klingt, angesichts der Schrecklichkeiten auf dieser Welt. Aber nein, auch die haben in irgendeiner Form tatsächlich einen Sinn. In einem Krieg lassen sich Menschen hineingebähren, die mit dem Thema Verlust, Trauer, Angst, Panik… konfrontiert werden wollen. Auch werden dorthinein Menschen geboren, die in dieser Zeit Anderen helfen ihrem Lebensplan zu folgen, gerade weil sie ihnen entweder Schlimmes antun oder als Helfer zur Seite stehen. An diesem Punkt kann ich ein youtube Video empfehlen, das auf kindgerechte Weise diesen Vorgang erklärt (“Die kleine Seele spricht zu Gott”): https://www.youtube.com/watch?v=wnvn5IZFpzM

Kurz vor dem letzten Weihnachten wurde mir an einem Beispiel bewußt, wie wichtig auch negative Erlebnisse sind, wenn man das große Ganze betrachtet. Ich überlegte mir, wie es wohl gewesen wäre, wenn die Zeit der Kreuzzüge nicht so heftig gewesen wäre. Wie wäre es gelaufen, wenn die Kreuzritter von damals (deren Tugenden der Nächstenliebe und Demut abhanden gekommen waren) nicht in die Länder eingefallen wären, um den christlichen Glauben so vehement an den Mann zu bringen? Mit aller Gewalt also.

Der Glaube an Jesus Christus wäre wahrscheinlich niemals so sehr um die Welt gegangen und so verbereitet, wie es heute der Fall ist. Vor Allem in der Weihnachtszeit sind aber genau die Aspekte und Energien, die Jesus uns als Geschenk mitgebracht hat von höchster Wichtigkeit. Das sind Nächstenliebe, Vertrauen, Trost und Gnade, Gnade, Gnade… Also hat alles “Böse” auf dieser Erde doch auch seine Wichtigkeit und sein Gutes in irgendeiner Form. Denn es existiert Nichts hier auf Erden, das kein Gegenteil hätte.

Nun liegt es also an einem Selbst, wie und wann man sich den Themen nun stellt. Was passiert mit einem, wenn man das Gefühl der Trauer mal zuläßt, sich aber nicht davon mitreißen, sondern es wie eine Art Welle über sich schwappen läßt. So, wie wenn man nur ein Beobachter ist. Die Trauer fühlt sich hohl an und leer. Sie wirkt demütigend auf uns und hinterläßt ein Loch, bei dem man nicht weiß, wie man es füllen kann. Ja, so ist es und es ist gut so. Alles darf so sein, wie es ist, denn alles hat seinen Grund.

Bleibt dabei im Vertrauen, dass ihr nicht alleine seid. Bittet eure Engel um Hilfe und Unterstützung mit dieser Leere umgehen zu können. Zu lernen, dieses Loch wieder mit Liebe zu füllen, statt mit Frust und Leere.

Hilfreich finde ich den Gedanken, dass wir nach diesem Leben all unsere Lieben wieder treffen werden. Unsere Seelengefährten und Ahnen senden uns stets Impulse, die uns helfen können. Wir brauchen nur aus dieser Glocke, die wir uns selbst erschaffen hinaus zu treten, um sie zu empfangen. Diese Glocke, die da aus Verdrängung und Blockaden besteht. Die uns unser Ego aufgedrückt hat (also unser Verstand), aber in dem Willen uns zu beschützen. Nun ist es aber wichtig aus diesem Schutz, der uns vor unserer eigenen Wahrheit fernhält, hinauszutreten und uns zu stellen. Schau in den Spiegel, der dein Leben darstellt und stelle dich deiner Ängste…

Wir stellen uns diesen karmischen Themen mit allen weiblichen Aspekten der Liebe, Güte, Gnade, Trost, die wir haben und den männlichen Aspekten der Stärke, Kraft, Mut. Den kindlichen Anteil in uns, der Leichtigkeit, Frohsinn, Spass und Kreativität bedeutet.  So gelangen wir in unsere Ganzheit. In dem Gefühl eine Einheit zu bilden mit unserem Körper und unserer Seele.

Vielleicht ist Karma ja doch nicht so doof 🙂

Eine meiner Freundinnen, die Tranformationscouch ist, kennt sich mit der Thematik  sehr gut aus. Auf facebook bringt sie immer wieder wunderbare Artikel raus: https://www.facebook.com/pg/NyimaKristinSchwartz/posts/?ref=page_internal